's vertrocknet

Desertification - arides Klima greift um sich

Wandeln Sie ein wenig mit mir: Die in den beiden Collagen zusammengefassten Zeichnungen geben ein Bild der tiefsten Sahara im Akakusgebirge ab, wie es vor bis zu ca 8000 Jahren gewesen sein muss. Sie zeigen Abbildungen nach Felsmalereien und Gravuren von Mensch und Tier, Szenen aus dem damaligen Leben vor Ort, Auszüge aus auf ca 23 km Länge gefundenen Felsbildern; wenn solches Leben existierte, so muss es auch eine entsprechende Vegetation gegeben haben, die alle ernährte. Über die Jahre muss also ständig zunehmende Trockenheit zu Wüstenbildung geführt haben. Daneben ist diese Wüstenregion eine wahre Augenweide sowohl was die Fels- als auch die Sanddünenformation und natürlich auch die extremen Lichtverhältnisse betrifft. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. 

 

 

tl_files/bilder/newsletterpics/maerz2017/ENERGY Walking, 2017.jpg
"ENERGY Walking, Diptychon, Acryl/Pigmente auf Leinwand, 2017, 100 x 160 cm

Und Hier meine Gedanken zum Thema Licht (wie auch 2010 in meiner Ausstellung WinterMEERchen vorgetragen):

Herannahender Abend im Akakusgebirge, Libyen
Herannahender Abend im Akakusgebirge, Libyen, Aquarell 2009

"Licht bündeln und es einfangen,

Licht über Farben in Bilder fliessen zu lassen:

Das ist mein Spiel

Sind wir nicht alle Kinder des Lichts?

Luft reflektiert das Licht

Wasser noch viel mEEr

und die Erde davon glüht

in der Wüste gar alles verbrennt

wenn die Sonne dort so viel versengt

Dies' Phänomen gilt's auch positiv zu nützen

Durchs Licht gebündelt würde auch Sonnenenergie enthemmt

Licht Licht Licht - verlass' uns nicht"

 

Manches Aquarell ist vor Ort in der Wüste vor meinem Zelt sitzend -mein Trinkwasser verwendend- entstanden. Weitere Bilder in Eitempera bzw Acryl mit mitgebrachtem Saharasand sind Atelierbilder, gemalt anhand von vor Ort umrissenen Skizzen, mein 'kleines Reisemalbüchlein' habe ich in letzter Zeit stets dabei. 

DESERT GOES OCEAN - OCEAN GOES DESERT

Dieses Triptychon wurde im Rahmen der BAGL SPRINGtime 2011 in Berlin ausgestellt, entstanden im alten Kloster St. Anna in der Wüste (Naturpark Mannersdorf Wüste, wo es auch augenblicklich bis zum 26. Oktober gezeigt wird) während des Mannersdorfer Kreativsommers, Experimentelle Malerei. Den Effekt des flüssigen Wasserteils erzielte ich durch Auftragen äusserst nasser Acrylfarbe und Werfen der Leinwand auf den Rasen zum Trocknen in der starken heissen Sommersonne, durch das Werfen wurde auch der vorher aufgetragene Sand in den Wasserbereich des Bildes geschupft, der sich dann durch die Nässe des Acryls mit verfärbte. Allein gelassen während des Trocknens entwickelte sich der gewünschte Effekt.

..aus dem Atelier zu obigen Bildern

Die Blumen- und Pflanzenbilder als KONTRASTprogramm zeigen wie es hätte sein können, wäre nicht die Desertification/Wüstenbildung aufgrund klimatischer Veränderungen so grausam fortgeschritten und jegliches Leben über den Status des Vegetierens bis hin zum Aussterben so vernichtet worden. 

Das den Kontrast einleitende Bild 'Mandelbäumchen' entstand auf der Donnerskirchner Weinstrasse, hier meine Impression:

"er steht an meinem Wegesrand

in voller Blüte ausser rand und band

ich treffe und bewundre ihn

in zartestrosa ist am blühn

"Ich will aufs Papier", so flüstert er mir

also verweile malend ich hier"

 

Die "Bildeiche" steht als weit über 100 Jahre alter "Mammutbaum" am Leithagebirge zwischen Kaisersteinbruch und Breitenbrunn; ich bin von der Strasse zu ihm hinuntergeturnt, um ihn aus bestmöglicher Direktansicht zu erleben und zu malen, ein starker Ort der Kraft. Auch der "Zauberwald" ist Leithagebirge. "Ölbaumtraum" wohnt auf den Anhöhen bei San Felice am Gardasee. "Frühling siegt" leuchtet den Frühling ein, dieses Bild hilft über so manch düstere Winterstunde hinweg und ist ein wirklicher Tröster, macht wieder Mut und zeigt, wie ständig NEUES LEBEN durch Licht entsteht. Überhaupt wächst jedes noch so kleine Pflänzchen - =Lebewesen- heran im Vertrauen darauf, dass es niemand zerstöre.